Über 50 Jahre MaschinenhandelGeprüft mit TestlaufEigene Werkstatt & Ausstellung in HohenbrunnPersönliche Beratung

Produktneuheiten · 2. November 2026 · ca. 3 Minuten

Tisch-/Säulenbohrmaschine oder Bohrmaschine? Welche Lösung passt besser?

Tisch-/Säulenbohrmaschine oder Bohrmaschine? Welche Lösung passt besser?

Tisch-/Säulenbohrmaschine oder Bohrmaschine? Wann sich der feste Platz in der Werkstatt wirklich lohnt

Jeder Handwerker besitzt mindestens eine Bohrmaschine. Sie gehört auf die Baustelle, ins Servicefahrzeug und in jede Werkstatt. Doch sobald Bohrungen regelmäßig, präzise oder in größerer Stückzahl ausgeführt werden müssen, stellt sich die Frage: Reicht die Handbohrmaschine noch aus oder lohnt sich eine Tisch- bzw. Säulenbohrmaschine?

Die Antwort lautet: Es kommt auf den Einsatz an.

Der größte Unterschied: Flexibilität gegen Präzision

Eine Handbohrmaschine ist unschlagbar, wenn Mobilität gefragt ist. Auf dem Dach, auf der Baustelle oder direkt an montierten Bauteilen gibt es meist keine Alternative.

In der Werkstatt sieht das anders aus. Hier punkten die Tisch- bzw. Säulenbohrmaschinen mit Vorteilen, die sich besonders bei wiederkehrenden Arbeiten bemerkbar machen:

  • Exakte, senkrechte Bohrungen
  • Wiederholgenaue Ergebnisse
  • Präzise Bohrtiefen
  • Sicheres Arbeiten mit eingespannten Werkstücken
  • Weniger Ausschuss und Nacharbeit
  • Höhere Genauigkeit bei Metallarbeiten

Während mit einer Handbohrmaschine jede Bohrung vom Geschick des Anwenders abhängt, liefern die Tisch-/Säulenbohrmaschinen auch bei Serienarbeiten gleichbleibende Ergebnisse.

Wann eine Handbohrmaschine völlig ausreicht

Eine klassische Bohrmaschine ist die bessere Wahl, wenn:

  • hauptsächlich auf Baustellen gearbeitet wird
  • Werkstücke zu groß für einen Bohrtisch sind
  • nur gelegentlich gebohrt wird
  • Flexibilität wichtiger ist als höchste Präzision
  • Reparatur- und Montagearbeiten im Vordergrund stehen

Ein Dachdecker, der Befestigungspunkte auf der Baustelle setzt, profitiert ebenso von der Mobilität wie ein Monteur, der direkt an einer Konstruktion arbeiten muss.

Wann die Tisch-/Säulenbohrmaschine ihre Stärken ausspielt

Interessant wird es, wenn Bohrungen regelmäßig in der Werkstatt stattfinden.

Typische Anwendungen sind:

  • Bohrungen in Flachstahl
  • Lochbilder in Blechen
  • Bearbeitung von Winkeln und Profilen
  • Genaue Serienbohrungen
  • Vorbereitungen für Gewinde
  • Senken von Bohrungen
  • Gewindeschneiden
  • Präzise Arbeiten an Edelstahl oder Aluminium

Wer mehrere identische Bauteile fertigen muss, merkt schnell den Unterschied. Während jede Bohrung mit der Handbohrmaschine einzeln ausgerichtet werden muss, sorgen die Tisch-/Säulenbohrmaschinen für gleichbleibende Ergebnisse und einen deutlich schnelleren Arbeitsablauf.

Der versteckte Kostenfaktor: Nacharbeit

Viele Betriebe betrachten zunächst nur die Anschaffungskosten. Die eigentlichen Kosten entstehen jedoch oft durch Nacharbeit:

  • Schräg verlaufende Bohrungen
  • Verlaufene Bohrer
  • Falsch gesetzte Löcher
  • Beschädigte Werkstücke
  • Zusätzlicher Arbeitsaufwand

Gerade bei Metallarbeiten können schon wenige Millimeter Abweichung dazu führen, dass Bauteile nicht mehr passen. Eine Tisch-/Säulenbohrmaschine reduziert dieses Risiko erheblich.

Welche Bohrmaschine passt zu welchem Einsatz?

Wer sich für eine Tisch- oder Säulenbohrmaschine interessiert, findet in der folgenden Übersicht eine erste Orientierung.

Gelegentliche Werkstattarbeiten, Reparaturen, Einzelstücke

Regelmäßige Arbeiten in Metallbau, Metallverarbeitung, Maschinenservice und Instandhaltung

Anspruchsvolle Metallbearbeitung und häufige Nutzung

Große Werkstücke und höhere Bohrleistungen

Die Auswahl der passenden Maschine hängt vor allem davon ab, wie häufig gebohrt wird und welche Aufgaben anfallen. Während kompakte Tischbohrmaschinen für gelegentliche Werkstattarbeiten völlig ausreichen, profitieren Handwerksbetriebe mit regelmäßigem Einsatz von mehr Leistungsreserven und Stabilität. Für Serienbohrungen, Senken, Gewindeschneiden oder die Bearbeitung größerer Werkstücke bieten leistungsstarke Tisch- und Säulenbohrmaschinen deutliche Vorteile.

Die richtige Lösung hängt vom Einsatz ab

Eine Handbohrmaschine ist der Allrounder für Montage und Baustelle. Wer jedoch regelmäßig Metallteile bearbeitet, Lochbilder erstellt, Serienbohrungen ausführt oder Gewinde schneidet, profitiert von den Vorteilen einer Tisch-/Säulenbohrmaschine.

Die entscheidende Frage lautet nicht, welche Maschine besser ist, sondern:

Wo wird gearbeitet?

Auf der Baustelle gewinnt die Bohrmaschine. In der Werkstatt gewinnt die Tisch-/Säulenbohrmaschine.

Deshalb setzen viele Metallbauer und Schlosser auf beides: eine mobile Bohrmaschine für flexible Einsätze und eine Tisch- oder Säulenbohrmaschine für präzise Arbeiten in der Werkstatt.

Sie sind unsicher, welche Maschine zu Ihrem Betrieb passt?

Von der kompakten Flott TB 10 Plus über die leistungsstarke Optimum Opti B 24 H bis zur industriellen Alzmetall AX 4 iTRONIC bietet Maschinen Stockert passende Lösungen für Handwerk und Metallbau. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der richtigen Tisch- oder Säulenbohrmaschine für Ihre Anforderungen.